Widerklage
Die Widerklage (§ 33 ZPO) ist eine eigenständige Klage des Beklagten gegen den Kläger im laufenden Prozess. Sie beeinflusst Streitwert, Zuständigkeit und den Urteilstenor; besondere Prozessvoraussetzungen wie Konnexität (§ 33 ZPO) sind zu beachten. Examensklassiker: Behandlung im Urteil (Rubrum, Tatbestand, Entscheidungsgründe, Tenor), sachliche und örtliche Zuständigkeit, Unterschied zwischen Gebühren- und Zuständigkeitsstreitwert (§ 45 Abs. 1 S. 1 GKG, § 5 ZPO), Feststellungsinteresse und Konnexitätsprüfung.
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Klausuren zum Thema
Häufige Fehler in der Zivilurteilsklausur im Assessorexamen
Die Klausur analysiert typische Fehlerquellen in der zivilrechtlichen Urteilsklausur des Assessorexamens. Es werden die zentralen Bestandteile wie Rubrum, Tatbestand und Entscheidungsgründe angesprochen sowie Besonderheiten und Fehler im Umgang mit Klageänderungen und Widerklagen aufgezeigt. Ziel ist die Sensibilisierung für strukturierte und fehlerfreie Entscheidungsfindung im zweiten Staatsexamen.
Klagen über Corona
Die Klausur thematisiert zivilrechtliche Ansprüche rund um Leistungsstörungen im Kontext der Corona-Pandemie, etwa wegen Unmöglichkeit, Schadensersatz und Mietzahlung. Einerseits geht es um die Folgen der durch Corona bedingten Liefer- und Produktionshindernisse, Verschuldensfragen sowie Ansprüche im Kauf- und Mietrecht, andererseits um zivilprozessuale Probleme wie Aufrechnung und Widerklage. Ferner spielen deliktsrechtliche Haftung und infektionsschutzrechtliche Anordnungen eine Rolle.
Assessorexamensklausur – Zivilrecht: Gefährliche Seilschaften
In der Klausur werden vor allem die hilfsweise Aufrechnung als innerprozessuale Bedingung, die Kausalität im Zusammenhang mit § 830 I 2 BGB und grober Fahrlässigkeit sowie die rechtliche Behandlung reiner Frustrationsschäden und des Kommerzialisierungsgedankens thematisiert. Es geht darum, ob und wie eine Hilfsaufrechnung im Prozess berücksichtigt werden kann, sowie um die Voraussetzungen und Folgen kollektiver Verantwortlichkeit bei mehreren Schädigern. Zudem wird die Frage behandelt, ob und wann reine Frustrationsschäden, insbesondere entgangene Urlaubsfreude, als ersatzfähige Schäden im deutschen Zivilrecht anerkannt sind. Die Klausur legt den Schwerpunkt auf diese Kernprobleme der Schadenszurechnung und Schadensermittlung im Zivilprozess.
Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres
Die Klausur befasst sich mit einem Streit um einen Pauschalreisevertrag, bei dem der Reiseveranstalter eine Buchung wegen eines Eingabefehlers im Buchungssystem anfechten möchte. Es werden zivilprozessuale Fragen zur Zuständigkeit, Klageänderung, Streitverkündung und Erledigung ebenso thematisiert wie Grundlagen des Pauschalreiserechts und des Allgemeinen Teils des BGB (insb. Anfechtungstatbestände und Vertragsschluss).
* "Start-up mit Startschwierigkeiten
Die Klausur behandelt einen Streit zwischen einer GmbH und einer Unternehmergesellschaft über einen Suchmaschinenmarketing-Vertrag und die Wirksamkeit von AGB-Klauseln, insbesondere ein Wettbewerbsverbot samt Vertragsstrafe. Zu prüfen sind unter anderem Zahlungs-, Kündigungs- und Schadensersatzansprüche, die prozessuale Zulässigkeit von Anträgen, die Rolle eines Versäumnisurteils und die Rechtmäßigkeit einer Zwangsvollstreckung nach Vergleich. Die Fragestellungen verlangen eine umfassende Analyse der AGB-Kontrolle, der rechtlichen Einordnung des Vertrags und der prozessualen Besonderheiten.
Forderungspfändungen und Autoliebhaber
Die Klausur behandelt die Wirksamkeit und Wirkungen der Forderungspfändung im Rahmen der Zwangsvollstreckung sowie Probleme rund um die Zustellung, Drittschuldnererklärung und weitere prozessuale Besonderheiten wie einseitige Erledigung, Hilfsantrag, Widerklage sowie das Kaufrecht in Bezug auf Sachmängel. Im Mittelpunkt stehen mehrere Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse sowie die Konkurrenz von Pfändungen zugunsten verschiedener Gläubiger, insbesondere bei Restkaufpreisansprüchen im Autohandel.
* "Kauf eines Reitpferds nach der Schuldrechtsmodernisierung
Die Klausur behandelt einen Pferdekauf zwischen einer privaten Käuferin und einer regelmäßig mit Pferden handelnden Reitschule nach Schuldrechtsmodernisierung. Streitpunkte sind insbesondere Sachmängelgewährleistung nach neuem Recht, Anspruchsgrundlagen beim Verbrauchsgüterkauf und mögliche Ansprüche im Zusammenhang mit einem Wertgutachten und Schadensersatz wegen eines überfahrenen Hundes. Die Fälle umfassen Käuferansprüche, Gutachterhaftung und die Haftung rund um einen Transport-Schaden.
Widerklage in der Jurafuchs-Lernapp
In der Jurafuchs-App findest du interaktive Fälle zu diesem Thema — für Studium, Referendariat und Praxis. Anfangs verlinken wir die passenden Fälle redaktionell pro Klausur; mit Phase 2 erhält jede Themenseite hier eine eigene Auswahl.
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