Übungsklausur: Europa ohne Grenzen
ZJS 2011, 63 · Öffentliches Recht für Fortgeschrittene
Von Josef Ruthig
Im Mittelpunkt des Falls steht der deutsche Staatsbürger A, der nach einem Ausflug aus Frankreich kommend im Grenzgebiet von Rheinland-Pfalz von der Polizei im Rahmen einer verdachtsunabhängigen Kontrolle (Schleierfahndung) angehalten wird. Nach der Kontrolle und der Feststellung von Messern im Kofferraum gibt sich A scherzhaft fälschlich als Terrorist aus, woraufhin die Polizei ihn in Gewahrsam nimmt und die Messer sicherstellt. A begehrt im Nachgang die Überprüfung der Rechtmäßigkeit der polizeilichen Maßnahmen. Der Fall thematisiert unter anderem die unions- und verfassungsrechtliche Zulässigkeit von Kontrollen im Schengen-Raum, polizei- und ordnungsrechtliche Eingriffe (Gewahrsam, Sicherstellung), Anscheinsgefahr sowie Fragen des Rechtswegs zum Verwaltungsgericht.
Schwerpunkte
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- Gefahr für polizeiliche SchutzgüterVertiefung: Abgrenzung zum Gefahrenverdacht (Fall)
- Gefahr für polizeiliche SchutzgüterAbgrenzung abstrakte Gefahr und Risiko
- Gefahr für polizeiliche SchutzgüterFall: einfache Gefahr
- Gefahr für polizeiliche SchutzgüterScheingefahr
- Gefahr für polizeiliche SchutzgüterVertiefung: Anscheinsgefahr/je-desto-Formel (Fall)
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