* "Wider die Zersplitterung der Stadtverordnetenversammlung!
JA 2022, 396 · Öffentliches Recht für Fortgeschrittene
Von Jan N. Henrich
Nach der Kommunalwahl in einer hessischen Stadt beschließt die Stadtverordnetenversammlung eine Änderung ihrer Geschäftsordnung, die die Mindestanzahl für eine Fraktion erhöht und damit die Mitwirkungsmöglichkeiten kleiner Parteien beschneidet. Zwei benachteiligte Stadtverordnete fechten die Änderung beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof an und rügen u.a. die Verletzung demokratischer Grundsätze und Verfahrensmängel. Zu prüfen ist die Erfolgsaussicht ihres Antrags, wobei insbesondere prozessuale Zulässigkeit und materielle Rechtmäßigkeit der Neuregelung einschließlich etwaiger Mitwirkungsrechte und Demokratiegrundsätze im Vordergrund stehen.
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- Der GemeinderatFehlerfolge - Gemeinderatsbeschluss mit Außenwirkung (sog. „self-executing"-Beschluss)
- Der GemeinderatGrundsatz der Sitzungsöffentlichkeit - Ausschluss von Einzelpersonen
- Der GemeinderatMitwirkungsverbot wegen Befangenheit - Rechtsfolge
- Der GemeinderatTagesordnung - Materielles Vorprüfungsrecht des Ratsvorsitzenden?
- Der GemeinderatZusammensetzung von Ausschüssen - Spiegelbildlichkeit
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