Martin Löhnig ist Professor für Bürgerliches Recht, deutsche und europäische Rechtsgeschichte sowie Kirchenrecht an der Universität Regensburg. Er wurde 1971 in Nürnberg geboren. Seit 2022 ist er wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Ostrecht. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen insbesondere im Bereich des Bürgerlichen Rechts und der Rechtsgeschichte.
Klausuren
6 Klausuren„Die Windsbraut“
Die Klausur behandelt eine komplexe sachenrechtliche Fallgestaltung: Nach dem Tod des O wird dessen Neffe K als Eigentümer eines Grundstücks samt Haus im Grundbuch eingetragen und nimmt Renovierungen sowie Verkäufe aus dem Nachlass vor. Später taucht ein Testament auf, das A als Alleinerbin ausweist; A begehrt daraufhin Grundbuchberichtigung und die Herausgabe eines wertvollen Gemäldes von den späteren Erwerbern. Im Mittelpunkt stehen Grundbuchberichtigungsanspruch, Eigentumsverschaffung, Herausgabe- und Schadensersatzansprüche sowie Probleme des gutgläubigen Erwerbs.
Energiewende
Die Klausur behandelt typische nachbarrechtliche und sachenrechtliche Problemstellungen im Zusammenhang mit der Energiewende. Kernpunkte sind Haftung nach einem durch Handwerker verursachten Hausbrand, die Frage nach den Abwehr-/Beseitigungsansprüchen gegen Solarplatten und Windkraftanlagen sowie sachenrechtlich die Vollstreckung in Grundstücke mit energiebezogenen Belastungen. Es sind rechtliche Wertungen zu Schadensersatz, Besitzschutz, Unterlassungsanspruch und vollstreckungsrechtlichen Sicherungen zu prüfen.
Die Modelleisenbahn
Die Klausur thematisiert verschiedene Testamente und mögliche Erben zum Nachlass des verstorbenen Horst Heedorfer. Im Zentrum steht die Frage, ob und welche Herausgabe- und Zahlungsansprüche Markus Möder als vermeintlicher Erbe gegen Ilse Igner geltend machen kann. Es kommen erbrechtliche sowie sachenrechtliche und bereicherungsrechtliche Fragen zur Anwendung.
Kinder auf der Straße
Im Sachverhalt geraten mehrere Kleinkinder beim Spielen auf die Straße, während deren Aufsichtspersonen unaufmerksam sind. Ein regelkonform fahrender Autofahrer kann noch rechtzeitig bremsen, doch ein nachfolgender Fahrer missachtet den Mindestabstand und fährt auf. Es sollen deliktsrechtliche Ansprüche aus dem Verkehrsunfall geprüft werden, insbesondere die Haftung der Eltern bzw. Erzieher und der Unfallbeteiligten.
Spielplatzfall
Im sogenannten 'Spielplatzfall' geht es um Aufsichts- und Verkehrssicherungspflichten von Erwachsenen im Umgang mit Kleinkindern auf einem öffentlichen Spielplatz. Gegenstand sind mögliche Schadensersatzansprüche wegen von Kindern verursachter Lackschäden an einem Auto sowie einer Verletzung eines Kindes durch einen Radfahrer, jeweils unter besonderer Berücksichtigung deliktsrechtlicher Haftung und möglicher Zurechnung von Aufsichtspflichtverletzungen.
Heiße Heimkinoanlage
Die Klausur 'Heiße Heimkinoanlage' behandelt einen Kaufrechtlichen Übungsfall mit familienrechtlichen Bezügen. Im Mittelpunkt stehen Mängelrechte beim Kauf einer Heimkinoanlage, Schadensersatzforderungen sowie die Frage zur Veräußerung der Anlage durch einen Ehegatten. Die Aufgaben umfassen sowohl Ansprüche aus Kaufrecht als auch Aspekte des ehelichen Güterrechts.
Häufige Schwerpunkte
Die Klausuren von Prof. Dr. Martin Löhnig prüfen besonders häufig § 823 Abs. 1 BGB (3×), § 832 BGB (2×), Grundprinzipien des Sachenrechts (2×), Eheliches Güterrecht und Verfügungsbeschränkungen (1×), Gesetzliche Erbfolge (1×), Gewillkürte Erbfolge (1×), Grundlagen des Kaufvertrags (1×) und Minderung & Schadensersatz (1×).