Völkerrechtsquellen
Die Völkerrechtsquellen bestimmen, wie verbindliche Rechtsnormen zwischen Staaten entstehen (Art. 38 IGH-Statut). Zentrale Quellen sind Verträge (Völkervertragsrecht, Wiener Übereinkommen), Völkergewohnheitsrecht und allgemeine Rechtsgrundsätze. Examensrelevant: Rangverhältnis der Quellen, Entstehung und Nachweis von Völkergewohnheitsrecht, Bindungswirkung und Vorbehalte bei Verträgen, Soft Law.
Zu diesem Thema haben wir 2 Klausuren im Portal.
Klausuren zum Thema
Ahabs Erbe
Die Klausur behandelt eine völkerrechtliche Streitigkeit zwischen den Staaten Ahab und Poseidonien über die Auslegung und Anwendung des Internationalen Übereinkommens zur Regelung des Walfangs (IÜRW). Thematisiert werden insbesondere Fragen des völkerrechtlichen Klageverfahrens vor dem Internationalen Gerichtshof, die mögliche Wirksamkeit von Vorbehalten sowie die locus standi und die Maßstäbe des IGH. Spezialwissen zum See- und Umweltvölkerrecht ist nicht erforderlich.
»Gerechtigkeit« oder Straflosigkeit? – Von Völkermord und Vorbehalten sowie verzwickten Normkonflikten
Der Fall behandelt die strafrechtliche und völkerrechtliche Verantwortlichkeit eines ehemaligen Diplomaten für einen öffentlichen Aufruf zum Völkermord. Diskutiert werden die Strafverfolgungspflicht, Vorbehalte zur Völkermordkonvention sowie die Reichweite diplomatischer Immunität und Normkonflikte im Völkerrecht. Die Beteiligung internationaler Gerichte wie IGH und IStGH steht ebenso im Mittelpunkt.
Völkerrechtsquellen in der Jurafuchs-Lernapp
In der Jurafuchs-App findest du interaktive Fälle zu diesem Thema — für Studium, Referendariat und Praxis. Anfangs verlinken wir die passenden Fälle redaktionell pro Klausur; mit Phase 2 erhält jede Themenseite hier eine eigene Auswahl.
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