Kerstin von der Decken ist Professorin für Völkerrecht und Europarecht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Geboren 1968 in Hamburg, hat sie sich auf internationales und europäisches Recht spezialisiert. Seit dem 29. Juni 2022 ist sie zudem Ministerin für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein im Kabinett Günther II. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie auch politisch für die CDU aktiv.
Klausuren
2 KlausurenDes Herrn Creys Freud und Leid
Die Klausur behandelt das Streikverbot für Beamte in Deutschland und dessen Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz sowie europäischen und völkerrechtlichen Vorgaben. Im Mittelpunkt stehen die verfassungsrechtliche Grundlage für das Streikverbot, die Berücksichtigungspflicht der Rechtsprechung des EGMR und die völkerrechtsfreundliche Auslegung des Grundgesetzes. Ergänzend wird die Möglichkeit einer Individualbeschwerde vor dem EGMR thematisiert.
Richtlinienkompetenz versus Ressortprinzip in turbulenten Zeiten
Die Klausur thematisiert das Zusammenspiel von Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers und Ressortprinzip unter der geschäftsführenden Bundesregierung am Beispiel einer umstrittenen Stimmabgabe im Rat der Europäischen Union. Im Fokus stehen die staatsorganisationsrechtlichen Grundsätze, europarechtliche Konsequenzen eines Verfassungsverstoßes sowie die Wirkung einer fehlerhaften Regierungsentscheidung im Außenverhältnis. Grundlage bildet ein abgewandelter Sachverhalt nach dem Vorbild des sogenannten Glyphosat-Falles.
Häufige Schwerpunkte
Die Klausuren von Prof. Dr. Kerstin von der Decken prüfen besonders häufig Die Bundesregierung (1×), Einführung in das Staatsorganisationsrecht (1×), Entscheidung durch Gerichtsbescheid (1×), Organstreitverfahren (1×), Schulbezogene Grundrechte (Art. 7 GG) (1×) und Verfassungsbeschwerde (1×).