Frank Saliger ist Rechtswissenschaftler und seit April 2016 Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtsphilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er wurde 1964 in Hadamar geboren. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtsphilosophie. Saliger lehrt und forscht zu zentralen Fragen der strafrechtlichen Dogmatik und zur rechtlichen Einordnung wirtschaftlicher Delikte.
Klausuren
Übungsfall: Alkoholgenuss mit Folgen
Im Mittelpunkt des Falls steht Dauerstudent A, der nach erheblichem Alkoholkonsum bei einer Party die Karosserie des Autos seines Freundes F beschädigt und dessen Motorrad für eine „Spritztour“ entwendet. Die Polizei kontrolliert A, nachdem F den Diebstahl gemeldet hat, und es wird eine Blutprobe durch eine Krankenschwester ohne ärztliche Beteiligung entnommen. Thematisiert werden strafrechtliche und strafprozessuale Fragestellungen, insbesondere der Umgang mit alkoholbedingter Schuldunfähigkeit, die Zulässigkeit der Verwertung von Beweismitteln (Blutprobe, Gesprächsaufzeichnung, Beschuldigtenvernehmung) sowie das Vorgehen der Staatsanwaltschaft bei relativen Antragsdelikten und dem Einwand des Strafklageverbrauchs nach einer Verfahrenseinstellung. Die Aufgaben greifen auch Fragen zum Ermittlungsverfahren auf, wenn der geschädigte Freund zunächst keinen Strafantrag stellt und nachträglich neue Beweismittel auftauchen.
Häufige Schwerpunkte
Die Klausuren von Frank Saliger prüfen besonders häufig Diebstahl (§ 242 StGB) (1×), Gefährdung des Straßenverkehrs, § 315c StGB (1×) und Unbefugter Gebrauch eines Fahrzeugs (§ 248b StGB) (1×).